Schulen sind chaotische Systeme Forschungsgebiete

Vor ein paar Wochen, während ich die Zeitlinie meiner TW abgelenkt las, fiel mir eine Idee auf. Es war die Tw von Gerald Splitt, die mit einem Bild ein Arbeitskonzept synthetisiert, das ich seit einiger Zeit anzuwenden versuche. Das Konzept sieht vor, Schulen in agilere Formen der Schulverwaltung einzuführen. Sicherlich wäre es nicht der erste Versuch, und auch nicht der erste, der den Wunsch hatte, die Verwaltungsformen einer Schule zu ändern. Aus diesem Grund bedarf das Thema einiger Forschung, um das Rad nicht neu zu erfinden.

Die erste Ressource, an die ich mich gewandt habe, ist meine Berufserfahrung. Meine berufliche Erfahrung beginnt in der Welt der Mathematik und der angewandten Systemwissenschaft, wo ich Konzepte wie chaotische Systeme untersuchte. Wenn Sie eine kinematografische Einführung in die Welt der chaotischen oder komplexen Systeme wünschen, schauen Sie sich den Film “A beautiful mind” an.

Für diesen Artikel ist die Szene, in der der Protagonist entdeckt, dass die traditionelle Definition von “System” unvollständig ist, besonders interessant. Hier beginnt die Spieltheorie interessant zu werden.

Crossed referenced from: “Leadership in educational contexts”

 

Lehrerkollegium durch übermotivierte IT-Koordinatorin erschlagen

Mein Handy, auf dessen Desktop bis vor wenigen Tagen nur eine WhatsApp, eine Facebook und eine Google App figurierte, sieht sich nun von Apps überhäuft. Ich, hochmotiviert und bereit, alles Erlernte am liebsten gleich besser gestern als heute umzusetzen. Dazu kommt, dass ich morgen meine neue Arbeit als IT-Koordinatorin an einer neuen Schule aufnehme. Das passt doch alles bestens!

Naja, wenn ich es mir mit meinen neuen Arbeitskollegen vom ersten Tag an verscherzen will, dann ist dies "the way to go". Aber da ich gerne etwas länger an der Schule bleiben möchte, ist wohl eher Behutsamkeit gefragt.  Kaum einer würde sich bei mir bedanken, wenn ich mit der Tür ins Haus, beziehungsweise in die Schule, fallen würde. 

Glücklicherweise wurde dies an der Weiterbildung thematisiert und mein erster Schritt wird somit eher eine Ist-Analyse sein, um mir einen Überblick über die elektronischen Gegebenheiten an der Schule und deren Umsetzung zu verschaffen.

NOT ALONE

Eine wesentliche Erkenntnis der drei Seminartage ist die, dass das Thema “digitales Lernen” zu groß, zu komplex und zu bedeutsam ist, um, mit Enthusiasmus geladen, aus der Hüfte zu schießen.

Was also wird meine erste Aufgabe sein? Denken. Damit ist insbesondere strategisches Denken gemeint. Was ist das Ziel? Wieviel Zeit habe ich zur Verfügung?Wer sind die Stakeholder, wer die Schlüsselpersonen. Wie spreche ich sie wann an?

Und: Ich will zunächst eigene Erfahrungen mit einigen hier besprochenen Tools sammeln, auch um Schwierigkeiten zu identifizieren, für die ich bei der Multiplikation von Ideen sogleich Lösungen anbieten kann.

In den nächsten Tagen suche ich Gespräche auf der Leitungsbene und mit den “early Adaptern” und finde hoffentlich die erfolgreiche Argumentationstaktik.

Eine kräftige Prise Lebensweltnähe

Nachdenklich aktionslustig, zurückhaltend lospreschend, abwartend durchstartend, irritiert umorientiert, seltsam inspiriert, gleichermaBen ratlos und sprachlos und aber auf jeden Fall jetzt-aber-los.

So oder so ähnlich könnte man den inneren Zustand nach einer Woche ReFo ,,Digitalisierung und individualisiertes Lernen” beschreiben. Erkannt haben, nein, zugeben muss man: Warum habe ich nicht früher erkannt, erkennen wollen, dass es noch mehr gibt, als Schüler mit PowerPoint und Internetrecherchen zu beglücken, dass es überhaupt gar kein ,,Zutritt verboten!”-Schild vor der Social Media Welt für Lehrer in ihrer Rolle gibt und es auch noch anders cool gelingen könnte, Unterricht auf Deutsch stattfinden zu lassen und durch eine kräftige Prise Lebensweltnähe zu erweitern.

Die Zukunft im Klassenzimmer findet heute schon statt. Sie ist digital und analog zugleich. Wie wird das im 22. Jahrhundert sein?

Hoffentlich war diese ReFo erst der Anfang einer neuen Phase meines Lehrerlebens. Ja, es gibt Methoden ohne Ende da draussen, die so wundervoll schnelllebig vielleicht auch schon morgen wieder verschwunden sein mögen, schon klar, aber darum ging es gar nicht in dieser Woche….

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und nun, was?

In den nächsten Tagen werde ich mich mit multiplen Intelligenzen nach Gardner beschäftigen. Ich gehöre beruflich zu eine Arbeitsgruppe in der Goethe Schule Buenos Aires, die zu diese Theorie fortgebildet wird.  Das Ziel ist autonomes lernen unserer Schüler zu fordern.

So die Aufgabe bezieht sich auf  eine sogenannte “paleta de inteligencias múltiples” im Unterricht einzusetzen.

(c) https://www.pexels.com/photo/art-artistic-bright-close-up-268435/

 

Mein Ziel ist die Dokumentierung der Planung und die einsatz diese Palette im Unterricht.

Gute Ideen: Rundreise-blog

Beobachten – erfassen – reflektieren – teilen – amplifizieren.

Diese Sequenz kann man genau so in einem grupalen Blog umsetzen. Unsere Schüler der 10. Klasse reisen für zwei einhalb Monate nach Deutschland, erst als Schüleraustausch, dann auf einer gemeinsamen Rundreise durch Deutschland.

Ich will/werde/hoffe eine grupale Blog aufzustellen, in der wir gemeinsam diese fünf Wörter Sequenz visualizieren.

Beobachten: Sinn der Rundreise ist ja u.A. Deutschland kennerzulernen. Beobachten ist ein natürlicher erster Schritt.

Erfassen: Hier muss man sich noch weitere Gedanken machen: Photos von Schülern an bestimmten Orten? Photos von interessanten Gebäuden? Photo des Tages? Oder Videos? oder “damals-heute Photo“?

Reflektieren: Von den vielen Photos oder Videos, was ist das Beste? Warum? In welchem Sinn? Was möchte ich damit sagen? Was kann ich zu dem Photo noch ergänzen? usw.

Teilen: Wieder ein natürlicher Schritt als Blog. Einer unserer Zielgruppen ist natürlich die Eltern der Schüler, was man wiederum beim reflektieren berücksichtigen sollte.

Amplifizieren: Kann so ein Blog anderen deutschen (oder nicht deutsche) Schulen nützlich sein? Oder zukünftige Schüler?

Wie ihr seht, habe ich eigentlich mehr Fragen als Antworten, aber die längste Reise fängt immer mit einem ersten Schritt und ich glaube der erste (Baby)Schritt ist schon getan.

Things to do

In der Fortbildung habe ich viele Anstöße erhalten können, die es auszuprobieren gilt. Wenn in der nächsten Woche die Klausuren korrigiert und Noten eingetragen sind, werde ich die paar Tage bis zu den Abiklausuren nutzen, um meine Unterrichtsplanungen fortzuführen. Und ich glaube, dabei nochmal verstärkt digitale Medien einzusetzen und auszuprobieren. Im Team-Teaching mit Maria in Geschichte und in dem mit Evelina in MINT kann man dann Sachen gemeinsam ausprobieren und bilingual amplifizieren…. – bin mal gespannt!

 

Der erste Schritt

Flipen, bloggen, Netzsprache, Netzwerkkonten, vernetzt, global, teilen, geteiltes kommentieren: Alles teil der Lebenserfahrung unserer Schüler. Ich weiss jetzt, dass das  ihr Leben und  ihr Lernverhalten beeinflusst. Deshalb muss sich auch meine Lehrmethoden verändern. Aber wie? Womit fange ich? Wie viel traue ich mir zu? Wie weit kann ich gehen? Step bei step: Ich eröffne ein Twitter Konto, ich überlege, welchen ersten Schritt ich in meinen jetzigen Klassen gehen kann, ich vernetze mich mit Kollegen über diesen Blog, ich schaue mir andere Beispiele an,  ich initiere eine Klassenpartnerschaft mit Schülern aus einem anderen Land, ich versuche einen Kollegen für eine gemeinsame Initiative zu gewinnen, ich suche Verbündete… AUCH DER WEITESTE WEG BEGINNT MIT EINEM ERSTEN SCHRITT!, wusste schon Konfuzius zu zu behaupten!